Stadt Rhodos - Kolachium II.

Stadt Rhodos - Kolachium

Museumsplatz mit dem neuen Hospital (rechts)

Flagge Griechenland



Überblick

Stadt Rhodos - Kolachium

Eleftherias Tor - neues Tor in der alten Stadtmauer von Rhodos



Um die mittelalterliche Ritterstadt in Rhodos zu besichtigen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Meine Empfehlung wäre, die Besichtigung des Kolachium mit zwei oder drei Museen an einem Tag durchzuführen, wobei der Großmeisterpalast bei diesem Sightseeing nicht ausgelassen werden sollte. Wir beginnen eine Besichtigung des Kolachium, d.h. des mittelalterlichen von den Johannitern errichteten Viertels in der Altstadt von Rhodos am Freiheitstor (Eleftherias Gate) und halten uns zur rechten Seite.

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Reste des Aphrodite-Tempel


Auf der rechten Seite befindet sich nun das Museum für moderne griechische Kunst, oder besser gesagt ein Bereich des Museums, der aus insgesamt drei Teilen besteht. Gegenüber des Museums befindet sich der Aphrodite-Tempel aus der dorischen Epoche, der auf das 3. Jahrhundert v. Chr. datiert wird. Diese Sehenswürdigkeiten befinden sich am Simi-Square (Platia Simi), der von einigen großen Bäumen beschattet wird. Der Tempelbereich ist eingezäunt und gibt den Blick frei auf einige Fundamente mit teils monumentalen Grundmauern, Reste von Säulen und Kapitellen und griechischen Inschriften auf herabgestürzten Architraven. Kontrastreicher können Sehenswürdigkeiten nicht sein- der Tempel aus der hellenistischen Zeit und das moderne Museum gegenüber.


Modern Greek Art Museum

Stadt Rhodos - Kolachium

Modern Greek Art Museum


Das Museum für moderne griechische Kunst befindet sich an der Platia Simi. Es zeigt umfangreiche Gemälde- und Gravursammlungen, weiterhin zahlreiche Skulpturen, Zeichnungen und Dokumente von besonderen historischem Wert. Die Arbeiten der Gravur und Malerei repräsentieren effizient die moderne griechische Kunst des 20. Jahrhunderts zusammen mit ihren bedeutendsten Künstlern. Einige dieser Kunstwerke sind bereits heute von großer Bedeutung und wurden ausgewählt, um die Kunstgeschichte zu dokumentieren. Die zentrale Idee all dieser Sammlungen ist es, die Geschichte Griechenlands durch die Augen und die Seele der griechischen Künstler des 20. Jahrhunderts zu präsentieren. Das Modern Greek Art Museum spiegelt die Besonderheit und gleichzeitig den internationalen Charakter von Griechenland wieder.

Adresse:

Modern Greek Art Museum

Platia Simi 2
GR - Rhodes 85100

Telefon: (+30) 22410-23766

Fax: (+30) 22410-36646

Ticket: 3€ - gültig für die 3 Häuser des Museums - 1€ für Besucher über 65 Jahre;

Öffnungszeiten:

Dienstag - Samstag: 08.00 - 14.00 Uhr;
Geschlossen: Sonntag und Montag und an den griechischen Feiertagen;

Internet: Modern Greek Art Museum



GEBÄUDE DER JOHANNITERRITTER

Argyrokastrou-Platz

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Argyrokastrou-Platz mit dem alten Ordenshospital


Hinter dem städtischen Museum beginnt der Argyrokastrou-Platz mit dem alten Ordenshospital, das der Großmeister der Johanniter - Roger de Pins aus der Zunge der Provence (29. Großmeister des Johanniterordens auf Rhodos) - um 1350 errichten ließ. Schöne Arkadengänge, ein mit Zinnen bekröntes Hauptportal mit Freitreppe zum ersten Stock, zwei schöne Gebäude auf der rechten Seite und auf dem Innenhof des Platzes ein besonderer Brunnen mit einer Säule. Das Becken des Brunnen ist ein frühchristliches Taufbecken und die Säule stammt aus einer alten Kirche.


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Altes Ordenshospital

Platia Mouseiou

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Byzantinisches Museum - Foto: Wikipedia - Autor: Piotrus - Lizenz: s.u.


Gegenüber diesem schönen Platz befindet sich die Herberge der Auvergne, die im 15. Jahrhundert errichtet worden ist. Innen ist ein kleines Café und während der warmen Monate des Jahres kann man schön im Innenhof der Herberge sitzen. Weiter geht es durch einen großen Torbogen zur Platia Mouson, wo sich das Byzantinische Museum und das neue Ordenshospital der Johanniter befinden. Das Byzantinische Museum ist in einer alten Kirche untergebracht, der Agia Panagia tou Kastrou und im Ordenshospital wartet das Archäologische Museum von Rhodos auf ihren Besuch. Beide Museen sind sehenswert und sollten bei einem Besuch der Altstadt nicht ausgelassen werden.


Odos Ippoton

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Odos Ippoton - Straße der Ritter


Von der Platia Mouseiou öffnet sich nach Westen hin die Odos Ippoton, die alte Straße der Ritter. Hier sind die Herbergen der einzelnen Zungen zu sehen, die von den Italienern ab 1933 restauriert worden sind. An fast jedem Haus ist an der Außenfassade ein Wappen zu sehen, das die jeweilige Nation dokumentiert, die hier einst gewohnt hat. Die Odos Ippoton endet am Eingang zum Großmeisterpalast in einem überwölbten Portal, von dem man während der Öffnungszeiten den Innenhof des Palastes erreichen kann. Zu Anfang der Ritterstraße befindet sich auf der rechten Seite die Touristeninformation von Rhodos.




Herbergen

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Odos Ippoton - Herberge der Provence


In der ebenfalls von den Italienern wieder aufgebauten Ritterstraße liegen die „Herbergen der Zungen“ der ritterlichen Landsmannschaften. Ursprünglich bestand der Johanniterorden aus sieben „Zungen“: Provence, Auvergne, Frankreich, Italien, Aragon, England und Deutschland. 1461 wurde Aragon geteilt und Kastilien die achte „Zunge“. Bergauf in Richtung Westen reihen sich die Herbergen an der rechten Seite aneinander. Lediglich die Herberge der Spanier liegt an der linken Seite ungefähr in der Mitte der Ritterstraße. Die Herberge der Auvergne befindet sich auf der Platia Argyrokastrou (Argyrokastro-Platz), die der Engländer auf der Platia Mouseiou (Museumsplatz).


Herberge der Ritter von Frankreich

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Odos Ippoton - Herberge von Frankreich


Die Unterkunft des deutschen Kontingents ist nicht erhalten, ihre Existenz wird teilweise auch bezweifelt [1]. Es heißt, dass die Ritter selbst in den Herbergen nicht gewohnt oder gelebt hätten, sondern diese lediglich als Niederlassung ihrer Nationen nutzten. Die Ritter selbst wohnten in Privathäusern. Eine Kirche im Bereich der Straße der Ritter ist vorhanden- die Kirche Agia Triada. Eines der schönsten Gebäude in dieser Straße ist die Herberge der Ritter von Frankreich, das zugleich auch das größte Haus darstellt. Das Erdgeschoss diente wie üblich auch bei anderen Gebäuden als Lagerraum. Das bedeutet, dass alle Waren vom Hafen über die Ritterstraße bis zur Herberge transportiert werden mussten. Bei der Größe und Breite dieser Straße muss es hierbei teilweise zu erheblichen Behinderungen gekommen sein.


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Odos Ippoton - Herberge von Frankreich - Inschrift über dem Portal

Émery d'Amboise

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Odos Ippoton - Herberge von Frankreich - Portal


Ein breites, gotisches Portal führt durch einen Gewölbegang in den Innenhof, von dem eine breite Steintreppe zum Obergeschoss führt, in dem die eigentlichen Repräsentationsräume lagen. Über dem Portal befindet sich eine in Marmor gefaßte Inschrift, die an den Prior Émery d'Amboise (1434 - 1512) erinnert mit der Jahreszahl 1492, dem späteren Großmeister des Ordens (1503 - 1512). Links von der Inschrift ist das Wappen der Johanniterritter zu sehen, rechts das Wappen von Émery d'Amboise. Weiterhin ist der obere Teil der Fassade interessant, die Anordnung von zwei Fenstern, dazwischen das Wappen des französischen Königshauses und daneben das Wappen von Amboise in veränderter Form.


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Odos Ippoton - Herberge von Frankreich - oberer Teil der Fassade mit Wasserspeier


Der Abschluss der Fassade wird von Zinnen gekrönt, dazwischen vier kleine Türmchen, die wahrscheinlich zu Dekorationszwecken der Fassade dienten. Auch mehrere Wasserspeier in Form von Krodilköpfen sind zu sehen, die das Regenwasser vom Dach zur Ritterstraße ableiteten. Ein langgestrecktes Gesims, mit in Stein gefaßten Bordüren, schließt das Erdgeschoss im oberen Bereich ab, wobei dem Höhenunterschied der Ritterstraße, die in ihrer Länge zum Großmeisterpalast hin stark ansteigt, Rechnung getragen wurde. Die Herberge von Frankreich (Auberge de France) ist das einzige erhaltene Gebäude aus der fränkischen Zeit, das im Bereich des Dodekanes noch zu sehen ist.


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Tafel an der Fassade der Auberge de France


Es befindet sich im Eigentum des französischen Staates. Das Gebäude der Herberge von Frankreich wurde im Jahre 1912 durch den damaligen französischen Botschafter Maurice Bompard von den Türken gekauft und zunächst auf eigene Kosten instandgesetzt. Eine Tafel an der Fassade weist auf diesen Sachverhalt hin. Die Auberge de France wurde im Jahr 1932 zuerst von Albert Gabriel restauriert. Während der Zeit des Zweiten Weltkrieg etwas in Vergessenheit geraten, wurde das Gebäude durch den Botschafter von Frankreich Folin in die Obhut des französischen Instituts von Athen gegeben. In Zusammenarbeit mit den griechischen Behörden, die für die historischen und archäologischen Denkmäler in der Altstadt verantwortlich zeichnen, ist es gelungen, die gesamte Herberge zu restaurieren und als Ort der kulturellen Präsenz der Franzosen am Mittelmeer zu öffnen.


Neues Ordenshospital

Stadt Rhodos - Kolachium

Archäologische Museum von Rhodos


Das neue Ordenshospital befindet sich am Museumsplatz (Platia Mouseiou) in der historischen Altstadt von Rhodos. Heute ist in diesem Gebäude das Archäologische Museum von Rhodos untergebracht, eines der wichtigsten Museen von Griechenland. Das ehemalige Ordenshospital der Johanniterritter wurde etwa um 1489 eröffnet, weil das alte Hospital am Argyrokastrou-Platz nicht mehr genügend Platz bot. Es ist auch heute noch ein beeindruckendes Gebäude, besonders der große etwa 51 Meter lange und 5 Meter hohe Krankensaal sowie der Innenhof mit den umlaufenden Arkaden. Das Archäologische Museum enthält eine bedeutende Sammlung antiker Kunstschätze von der Insel Rhodos und den anderen Inseln der Dodekanes.


Informationen:

Stadt Rhodos - Kolachium

Archäologische Museum von Rhodos


Zu den bemerkenswertesten Exponaten zählt ein Kopf des Sonnengottes Helios, der als der einstige Hauptgott mit der Insel in Verbindung gebracht wird, und seiner Frau, der Nymphe Rode, die ja hier von der Insel stammte.

Adresse:

Archäologisches Museum von Rhodos


Odós Apéllou
GR- Rhodes 85100

Telefone: +30 22413 65200, +30 22413 65257;
Fax: +30 22410 21954

E-Mail: efadod@culture.gr

Das Archäologische Museum in Rhodos ist täglich außer Montag von 08.30 - 15.00 Uhr geöffnet. Im Sommer - Juli - Oktober - von 08.00 - 19.30 Uhr geöffnet.

Eintritt: 6€ (Stand 2016)


Quellenangabe:


1.: Die Informationen zur Mittelalterlichen Stadt von Rhodos basieren auf dem Artikel Mittelalterliche Stadt von Rhodos (Stand vom 01.05.2016) und stammen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Die Fotos und Grafiken "Byzantinisches Museum - Autor: Piotrus" sind lizenziert unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported".



Fotos Geschichte Kolachium Teil II.




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