Kallithea
Überblick
Kallithea (Καλλιθέα) ist ein Gemeindebezirk auf der griechischen Insel Rhodos. Er befindet sich in der Region Südliche Ägäis in Griechenland. Rhodos gehört zur griechischen Inselgruppe Dodekanes und somit zum Regionalbezirk Rhodos der Gemeinde Rhodos. Der Gemeindebezirk liegt durchschnittlich auf einer Höhe von etwa 97 Meter ü. d. M. Die Gesamtfläche des Bezirks wird mit einer Fläche von 108,519 Quadratkilometer angegeben. Nach der letzten Volkszählung (2011) besitzt der Gemeindebezirk etwa 9400 Einwohner.
Kallithea ist aufgeteilt in zwei 2 Stadtbezirke und mehreren Ortsgemeinschaften. Wer mit dem K-Tel Bus durch diesen Bezirk unterwegs ist, nimmt die Ortschaften nur als ein sehr langgezogenes, durch die Durchgangsstraße Leoforos Kallitheas getrenntes, großes Straßendorf war. Ein Hotel reiht sich an das nächste und von der Küste ist bei der Durchfahrt nur sehr wenig zu sehen. Was sofort auffällt, ist die große Anzahl von 4 - 5 Sterne Hotels am Rand der Küste- z.B. The Creston Royal Villas & Spa (5 Sterne).
Kallithea (Rhodos)
Den Namen Kallithea gibt es vergleichsweise sehr oft in Griechenland, deshalb lautet die offizielle Bezeichnung Kallithea (Rhodos). Kallithea (griechisch: Καλλιθέα; wörtl. Übersetzung ‚gute Aussicht') ist ein Gemeindebezirk im Nordosten der griechischen Dodekanesinsel Rhodos und umfasst etwa ein Zwölftel der Landfläche der Insel. Für die meisten ist der Name Kallithea gleichbedeutend mit dem Namen der Stadt oder des Ortes, wo sie in ihren Ferien leben und wohnen. Kallithea ist aber nur der Name des Bezirks, dessen Hauptort Kalythies mit 2836 Einwohnern angegeben wird.
Kallithea bildete bis zur griechischen Verwaltungsreform 2010 eine eigenständige Stadtgemeinde und hat seitdem den Status eines Gemeindebezirks. Die ehemaligen Gemeindebezirke bilden Stadtbezirke oder eine Ortsgemeinschaft. Zu diesem Stadtbezirk gehören die Ortsgemeinschaften, Dörfer und Siedlungen und der Hauptort Kalythies, Faliraki (Touristenort weiter südlich), Koskinou (besitzt einen schönen Strand), weiterhin die Ortschaften Ammoudes, Vrysia, Tsairi und Psinthos.
Kallithea ist vor allem für seine antiken Thermen bekannt, in denen bereits römische Kaiser badeten.
Geschichte & Geografie
Seit der Zeit des römischen Kaisers Augustus ist Kallithea für seine nahe gelegenen Thermen bekannt, die auch von Augustus besucht worden sein sollen.
Die Thermalbad- und Parkanlage von Kallithea liegt nur etwa 9 Kilometer südlich von Rhodos-Stadt und etwa zwei Kilometer nördlich der touristisch genutzten Nord-Bucht von Faliraki. Von der Küstenstraße Leoforos Kallitheas führt eine kurze Stichstraße durch einen kleinen Wald in Richtung Meer hinunter. Hier halten auch die Buslinien 115 und 113 (K-Tel), die Rhodos-Stadt mit dem Süden der Insel verbinden. Direkt südlich der Thermen ist ein schmaler Strand, der durch einen Wald erreicht werden kann.
Thermenanlage
Das Thermalbad der italienischen Architekten Pietro Lombardi und Armando Bernabiti wurde am 1. Juli 1929 nach etwa zwei Jahren Bauzeit eingeweiht und war bis zum Zweiten Weltkrieg in Betrieb, bevor es durch ein Bombardement größtenteils zerstört wurde. An den sechs schwefelhaltigen, warmen Quellen, die seither trocken gefallen sind, wurden früher Rheuma und Krankheiten wie Nieren- und Blasenleiden oder chronische Verstopfung kuriert. Das schwefelhaltige Wasser der versiegten Quelle hatte auch eine abführende Wirkung.
Im Jahr 2007 wurde die Thermalanlage nach mehrere Jahre andauernden Renovierungen neu eröffnet. Die Bucht von Kallithea ist eine beliebte exklusive Badebucht. Bekannt ist die Anlage insbesondere für die aufwendig gestalteten Mosaiken aus weißen und schwarzen Kieselsteinen im traditionellen griechischen Stil.
In den Thermen befindet sich eine Tauchschule. Zum Baden im Meer ist eine Badestelle aus Stein- und Betonplatten vorhanden. Das Wasser ist hier klar und auch gut zum Schnorcheln geeignet, aber der Meeresgrund kann von normalen Schnorchlern nur für wenige Meter vom Ufer aus erreicht werden, da der Meeresboden hier steil abfällt.

Hinweisschild zur Anthony-Quinn-Bucht (Ladiko-Bucht) an der Abzweigung der Straße zum Mandomata Beach und der Straße zur Ladiko-Bucht (Kallithea) - eingebunden über Wikimedia Commons
Filmkulisse
In der Thermenanlage wurden mehrere ausländische Filme gedreht, so beispielsweise „Urlaub auf Rhodos“ aus der britischen Krimireihe „Die Abenteuer des Hercule Poirot“ und der Spielfilm „Die Kanonen von Navarone“ mit dem amerikanischen Schauspieler Anthony Quinn. Die Kanonen von Navarone (Originaltitel: The Guns of Navarone) ist ein britisch-amerikanischer Kriegsfilm aus dem Jahre 1961. Der im Zweiten Weltkrieg spielende Film wurde von Regisseur J. Lee Thompson nach einer Romanvorlage von Alistair MacLean und einem Drehbuch von Carl Foreman verfilmt. Ein alliiertes Geheimkommando soll auf der fiktiven griechischen Insel Navarone zwei gigantische Kanonen der deutschen Wehrmacht in die Luft sprengen.
Weitere Hauptdarsteller waren u.a. Gregory Peck, David Niven, Stanley Baker, Antony Quayle, James Darren, die griechische Schauspielerin Irene Papas, James Robertson Justice, Richard Harris und Bryan Forbes.
Anthony-Quinn-Bucht
Anthony-Quinn-Bucht ist heute der gebräuchliche Name für die Vagies-Bucht (griechisch: Ormos Vagion) an der Ostküste der griechischen Insel Rhodos. Sie liegt rund 15 Kilometer von der Stadt Rhodos und drei Kilometer vom Badeort Faliraki entfernt in Richtung Lindos bei Ladiko.
Die Anthony-Quinn-Bay erhielt ihren Namen nach den Dreharbeiten zum Film „Die Kanonen von Navarone“ mit Schauspieler Anthony Quinn. Auf Rhodos wurde Anthony Quinn in den 1960er-Jahren die idyllische Vagies Bucht zum Dank für die mit dem Erfolg seiner in Griechenland spielenden Filme (z.B. Alexis Sorbas) verbundene Fremdenverkehrswerbung von der damaligen griechischen Regierung zum Geschenk gemacht. Die Entscheidung wurde Jahre später widerrufen. Der Name Anthony-Quinn-Bucht blieb jedoch bis heute gebräuchlich.
Faliraki
Faliraki ist ein bedeutender Urlaubsort auf der griechischen Insel Rhodos. Er liegt rund 18 Kilometer von Rhodos-Stadt entfernt an der Ostküste der Insel. Böse Zungen bezeichnen Faliraki als das Mallorca des Ostens- hauptsächlich wegen seines pulsierenden Nachtlebens und der Partymeile ("Bar Street").
Faliraki ist eine der „Touristenhochburgen“ der Insel. Die historische Bausubstanz des ehemals griechischen Fischerorts ist zum größten Teil der Tourismusbranche gewichen. Jedoch liegen direkt beim Ort Faliraki vereinzelt ältere, kleine, familiär betriebene Hotels, die an das traditionelle Faliraki erinnern. Nördlich an die Faliraki-Bucht schließt sich ein felsiger Küstenabschnitt an, hinter dem die bekannten Thermen von Kalithea liegen, südlich liegen Ladiko und die Anthony-Quinn-Bucht. [2]
Das heutige Faliraki wird insbesondere vom langgestreckten, flach abfallenden Sand-/Kiesstrand geprägt, der sich nördlich des alten Kerns des ehemaligen Fischerortes anschließt. Seit Ende der 1980er Jahre wurden zahlreiche Hotels in Strandnähe gebaut. Die modernen mehrstöckigen Hotels zogen Gastronomiebetriebe, Discos und viele kleinere Geschäfte mit sich. Wassersportaktivitäten werden am Strand von Faliraki angeboten, so dass die Hotels eine Vielzahl von Wassersportmöglichkeiten, wie Wasser- und Jetski, Ruder-, Tret- und Segelboote sowie Surfbretter anbieten. Außerdem befindet sich in Faliraki der Water Park.
Als Reiseziel und Ausgangspunkt für weitere Aktivitäten ist Faliraki gut geeignet, so findet z. B. ein Fährverkehr nach Lindos statt. Buslinien durchfahren Faliraki und verbinden den Ort innerhalb von rund 20 Minuten mit Rhodos-Stadt, der Inselhauptstadt.
Der internationale Flughafen Rhodos „Diagoras“ ist etwa 20 bis 30 Minuten entfernt. [2]
Archangelos
Archangelos liegt im Nordosten der griechischen Insel Rhodos und hat seinen Namen nach dem Erzengel Michael erhalten, der auch der Schutzpatron des Ortes ist. Archangelos heißt auch der Gemeindebezirk mit etwa 7.800 Einwohnern an der Ostküste der griechischen Insel Rhodos. Der Ort befindet sich in einer Distanz von etwa 35 Kilometer südlich von Rhodos (Stadt). Zum Gemeindebezirk gehören die Orte Archangelos, Monastiri Tsambika, Stegna, Malonas, Masari und Charaki. Trotz seiner Nähe zum Meer befindet sich der Ort nicht direkt an der Küste, sondern auf einer Höhe von 160 Meter an der Rückseite eines Felsmassives und ist so vom Meer aus nicht zu sehen.
Weitere Informationen zum Dorf Archangelos auf der Insel Rhodos finden Sie hier....!
Tal der Schmetterlinge
Das Tal der Schmetterlinge (griechisch: Kilada ton Petaloudon) befindet sich im Nordwesten der griechischen Insel Rhodos. Das Tal kann an drei Stationen gegen Eintritt zur Besichtigung betreten werden. Der Talgrund ist über abgesperrte Wege, Holzstege und Treppen bequem begehbar. In diesem Tal ist die endemische Unterart (Callimorpha quadripunctaria rhodosensis) des Russischen Bären in großer Zahl anzutreffen. Grund dafür ist, dass dieses Tal von einem bedeutenden Vorkommen des Orientalischen Amberbaums....
Weitere Informationen zum Schmetterlingstal auf der Insel Rhodos finden Sie hier....!
Quellenangabe:
1.: Die Informationen zum Gemeindebezirk Kallithea auf der Insel Rhodos stammen aus der Wikipedia, zuletzt abgerufen am 18.07.2017!
2.: Die Informationen zum Urlaubsort Falikari im Gemeindebezirk Kallithea auf der Insel Rhodos stammen aus der Wikipedia, zuletzt abgerufen am 17.05.2026!
Die Fotos aus der Wikimedia Commons "Eyecatcher: Thermen von Kallithea - Autor: Julie Mac" - "Thermen in Kallithea (Rhodes) - Autor: someone10x" - "Faliraki - Greece, Rhodes - Autor: KrauS" - "Kallithea - Strand in der Bucht nahe den Thermen, 2008; Thermen von Kallithea, Rhodos; Mosaik; (4 Fotos) - Autor: Bultro" sind lizenziert unter der Creative Commons-Lizenz „Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported".
Das Foto aus der Wikimedia Commons "Bushaltestelle der K.T.E.L. in Kallithea - Autor: Pjotr Mahhonin" ist lizensiert unter der Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0) Lizenz!





